Archive for February, 2008

Alice, who the fuck is Alice?

29. February 2008

Da heute mein letzter Tag mit Alice ist, möchte ich dies nutzen, um Bilanz über unsere doch recht kurze Beziehung zu ziehen.
Alles begann damit, daß ich einen bereits bestehenden Vertrag mit Alice übernehmen wollte (in der Annahme, dies sei einfacher als der Abschluß eines neuen Vertrages).
Also rief ich Alice an, erklärte, daß ich gerne den Vertrag übernehmen würde und man sagte mir zu, die entsprechenden Formulare zu senden.
Einige Tage später erhielt ich diese und füllte sie aus. Da ich aber anstrebte, einen anderen als den bisherigen Tarif zu vereinbaren, versah ich das Schreiben mit einem Zusatz, in dem ich erklärte den Vertrag unter der Bedingung zu übernehmen, daß gleichzeitig der Tarif gewechselt werde.
Etwa eine Wocher später wurde der Vertragsschluß bestätigt und ich wurde zusätzlich am entsprechenden Morgen per Nachricht an mein Mobiltelephon (welch ein Service) benachrichtigt, daß der Vertrag ab nun zu laufen beginne. Da war es Anfang November.
Schon eine Woche später erhielt ich eine Rechnung, bei der mir die verbrauchsunabhängigen Kosten für November und Dezember in Rechnung gestellt und per Bankeinzugverfahren von meinem Konto abgebucht wurden.
Dabei mußte ich feststellen, daß hier der alte Tarif, über den ich eben keinen Vertrag abgeschlossen hatte berechnet wurde.
Kurz darauf erfuhr ich, daß das nicht das einzige Malheure war. Denn auch bei der bisherigen Alicekundin hatte Alice die Kosten für November und Dezember abgebucht. Dabei hatte doch ich ihren Vertrag übernommen und sie hatte mit Alice nichts mehr zu tun.
Daraufhin schrieb ich eine doch eher höfliche Email an Alice, in dem ich sie bat, bitte den entsprechenden Betrag an die alte Kundin zurück zu erstatten und mir die – mangels vertraglicher Grundlage – zu viel bezahlten Gebühren gutzuschreiben und den Tarif auf den vertraglich vereinbarten umzustellen. Darauf reagierte Alice nicht.
Kurz darauf hatte ich zwei Wochen lang täglich Verbindungsstörungen bei der Internetverbindung. Täglich hatte ich das Vergnügen, die kostenpflichtige Sevicerufnummer Alice von anzuwählen, zehn Minuten in der Warteschleife zu verbringen, zu erklären, daß eine Störung vorlag, um schließlich mit einem Techniker verbunden zu werden, der das Problem dann immer beheben konnte.
Die Gelegenheit täglich mit Alice sprechen zu können nutze ich, um das Problem mit dem falschen Tarif zu erklären. Darauf wollte man nicht so recht eingehen, bot mir aber an, den Tarif jetzt umzustellen. Ich willigte ein.
Außerdem bat ich bei jedem Anruf darum, mir doch bitte gleich die angefallenen Telefongebühren gutzuschreiben, worauf mir jeweils von Alice erklärt wurde: „Das müssen sie schriftlich beantragen.“
Gut. Also schrieb einen etwas weniger höflichen Brief, in dem ich Alice bat, mir die Telephongebühren gutzuschreiben, die aufgrund der von Alice verschuldeten Störungen entstanden waren, mir den unrechtmäßig abgebuchten Betrag zu erstatten und der bisherigen Kundin das zu unrecht abgebuchte Geld zurückzuzahlen. Außerdem bat ich um eine Gutschrift für die Störung der Verbindung.
Bei einem dieser Telephonate hatte man mir geraten, keine Emails an Alice zu schreiben, sondern stets postalisch mit Alice in Kontakt zu treten. Denn Emails würden ohnehin nicht beantwortet. Richtig, Alice ist ein Telekommunikationsunternehmen. Wer würde da Alice mit Mitteln der modernen Telekommunikation in Kontakt treten wollen?!
Mitte Dezember wurde mir mitgeteilt, daß man mir 30 Euro gutschreiben würde.
Ende Dezember folgte ich eine Nachricht auf mein Mobiltelephon, daß nun (das war ca. vier Wochen nach dem diesbezüglichen Telephonat) der Vertrag auf den von Beginn an vereinbarten Tarif umgestellt wurde.
Anfang Januar kam dann die nächste Rechnung. Alice berechnete mir 10 Euro für die Umstellung des Vertrages auf einen anderen Tarif. Sowie ca. 15 Euro für Gespräche mit ihrer Servicerufnummer.
Kurz darauf bekam ich ein Schreiben, bei dem eine Gutschrift von 10 Euro zugesichert wurde.
Kurz darauf kündigte ich meine Beziehung zu Alice durch einen eher weniger freundlichen Brief auf und erklärte den Widerruf der Bankeinzugsermächtigung.
Und schon drei Tage später rief mich Alice an:
„Guten Abend. Sie haben ihre Beziehung zu Alice beendet. Ich wollte mich erkundigen, ob es dafür einen Grund gibt.“
„Ja … [Hinweis auf das bereits beschrieben].“
„Oh, das ist natürlich nicht schön. Aber hätte man da nicht mal früher drüber reden könne.“
„Ja, klar, das hätte man. Das habe ich ja auch versucht!“
„Mmh, das ist natürlich etwas blöd gelaufen.“
„Kann man so sagen.“
„Ich mache ihnen ein Angebot. Ich schreibe ihnen 50 Euro gut.“
„Mmh, ich weiß nicht. Das muß ich mir noch überlegen.“
„Gut. Ich schicke ihnen das mal zu.“
Eine Woche später erhielt ich die nächste Rechnung.
Und es trat ein, was ich nicht erwartet hatte. Alice respektierte meinen Widerruf der Bankeinzugsermächtigung.
Deshalb kam am 06.02. eine Mahnung, euphemistisch als „Zahlungserinnerung“ bezeichnet, ausgestellt am 01.02., in der ich aufgefordert wurde, den Rechnungsbetrag von 41,38 innerhalb von fünf [sic!, also bis zum 06.02.] Werktagen zu überweisen.
Also schrieb ich zurück und erklärte die Aufrechnung, wonach mir nach meiner Berechnung Alice sogar noch etwa zwei Euro schulden würde.
Eine Woche später erhielt ich einen Brief in dem mir bedingungslos eine Gutschrift von 50 Euro zugesichert wurde. Worüber ich mich sehr freute, denn einerseits müßte ich jetzt von Alice mehr als zwei Euro bekommen und ein besseres „Geständnis“ kann ich mir momentan gar nicht vorstellen.
Eine Woche später kam eine weiter Gutschrift über 3,52.
Vor zwei Wochen kam dann die Februarrechnung mit den Grundgebühren für Februar und ein Breif, in dem Alice mir erklärte, daß es bei der Bereitstellung meines Anschlusses und bei der Abrechnung keinerlei Unstimmigkeiten gegeben habe.
Auf die Rechnung reagierte ich, indem ich per Email und per Brief Alice auf meine Kündigung hinwies.
Gestern antwortete mir Alice per Email:
„Laut unseren Unterlagen haben Sie die Kündigung züruckgezogen, daher wurde die Berechnung nicht eingestellt.“
Habe ich aber nicht.
Die Alicekundin, von der ich den Vertrag übernahm, wartet bis heute darauf, daß man ihr die für November und Dezember abgebuchten Beträge zurückerstattet.

Die Dänen sind schuld III oder auch: “Willkommen auf dem Pfad der Visionäre”

29. February 2008

Am Halleschen Tor in Berlin-Kreuzberg befindet sich der “Pfad der Visionäre”. Jedes EU-Land hat eine Platte in der Fußgängerzone mit einem “Europavisionär” aus jedem Land.

Die dänische Platte wurde verunstaltet:

29-02-08_1109.jpg

Die niederländische Platte ist noch da:

29-02-08_1110.jpg

Die Dänen sind schuld II

28. February 2008

Daß im palästinensischen Kinderkanal den Kindern frühzeitig eingetrichtert wird, daß man Juden töten soll/darf/muß und sich niemand in Europa daran stört ist keine Neugikeit.
Daß nun das gleiche auch für Dänen und damit für alle Nordeuropäer gilt schon.

Friedliche Raketenangriffe

26. February 2008

Und obwohl die Beteiligung an der „Menschenkette“ weit geringer ausfiel als geplant, „ist es der Hamas gelungen, eine erfolgreiche PR-Aktion zu lancieren, indem sie mit den Bildern von Schildern tragenden Frauen und Kindern das friedliche Antlitz Gazas präsentierte“, konstatierte Wergin. „Dass das ein Muster ohne Wert ist, zeigen die gleichzeitig mit dem friedlichen Protest gestarteten Kassam-Angriffe auf die israelische Kleinstadt Sderot, bei der ein israelischer Junge schwer verletzt wurde.“ Doch diese neuerliche Attacke war in den deutschen und europäischen Medien einmal mehr bestenfalls eine Randnotiz, was zum wiederholten Male verdeutlichte, welch verlässliche De-facto-Bündnispartner die Hamas hat. Wie zum Beweis schloss denn auch die taz-Korrespondentin Susanne Knaul ihren Beitrag über die „Menschenkette“ mit den Worten: „Die Hamas hat sich wiederholt zu einem Waffenstillstand bereit erklärt. Israel lehnt das ab.“ Quod erat demonstrandum.

Die Dänen sind schuld

25. February 2008

Die Dänen sind (mit)schuld daran, daß die Gazaner auf Sderot schießen müssen:

“[…]The organization’s spokesman, Muhammad Abed al-Aal, told Ynet that the firing operation, dubbed “the lines of fire”, was […] also “in response to the cartoons published in Denmark degrading the memory of Prophet Muhammad. […]
“The Palestinian resistance has committed to respond to the cartoons, and this is our initial response,” he added. […]
Addressing Sderot Mayor Eli Moyal’s willingness to reach a ceasefire with Hamas, Abed al-Aal said that the only way for the residents of southern Israel to feel safe is to leave their houses and the entire area. […]”

57 men arrested for flirting with women

24. February 2008

Saudi Arabia began interrogating 57 men Saturday who were arrested for flirting with women in front of a shopping mall in the holy city of Mecca, a local newspaper reported.
The country’s religious police arrested the men Thursday night for behavior that also allegedly included dancing to pop music blaring from their cars […].
The newspaper report said the men who were arrested Thursday could be released if they could prove they did not flirt with any women. Otherwise, they will be transferred to court and stand trial, the paper added.”

Der Verdächtigte muß beweisen, daß er das ihm vorgeworfene nicht getan hat!

Vielleicht können die Männer diesen Beweis erbringen, indem sie sich gegenseitig Alibis verschaffen und aussagen, untereinander geflirtet zu haben …

Was kannst Du in 15 Sekunden machen?

22. February 2008

“[…] It is hard to imagine how any sovereign state could tolerate the situation that Israel finds herself in today. Approximately 190,000 Israelis — the population of Brighton — living in southern Israel have been under attack for seven years. The 23,000 residents in the Israeli town of Sderot have been going through hell on earth: 30 per cent of them now suffer post-traumatic stress disorder, 90 per cent have experienced a Qassam rocket falling on their street; and over the past 18 months more than 1,600 cases of trauma have been recorded. An alarm system gives residents 15 seconds to seek shelter. Sometimes there are 20 attacks a day. […]”

[Uschlu]

22. February 2008

Oslo hat jetzt mehr als 560.000 Einwohner und ist nach wie vor die teuerste Stadt der Welt.

“Anerkennungsdynamik”

20. February 2008

Norman Paech ist außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE.
Hier Ausschnitte aus seiner Pressemitteilung zur Anerkennung des Kosovo durch die Bundesregierung:
“Die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo von Serbien wird fatale Folgen haben.”

(Mir fallen jetzt spontan eigentlich nur einseitige Unabhängigkeitserklärungen ein, die jeweils fatale Folgen in Form von Kriegen hatten und aus denen dann Staaten wie zB die USA hervorgingen. )

“Das Völkerrecht verbietet nicht ohne Grund die einseitige Sezession von Minderheiten und verlangt bei einer Teilung die einvernehmliche Einigung beider Parteien. Diese ist zwischen Serbien und der kosovarischen Provinzregierung nicht zustande gekommen.
Trotzdem haben bereits wenige Tage nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zahlreiche Staaten den Kosovo anerkannt, unter ihnen nun auch die Bundesregierung. Damit verstößt sie gegen internationales Recht […].”

(Verbietet das Völkerrecht nun, die einseite Unabhängigkeitserklärung oder die Anerkennung des jeweiligen neuen Staates? Oder hat auch die Bundesregierung eine einseitige Unabhängikeitserklärung vollzogen?)

Seit wann hängt DIE LINKE, als Möchtegernverwirklicherin der sozialistischen Weltrevolution, an Nationalstaaten?

“Ein mordar er ein kjeltring, og det er det”

18. February 2008

Jan T. Gross behandelt in seinem neusten Buch Fear: Anti-Semitism in Poland After Auschwitz das Schicksal der ca. 200000 (von zuvor mehr als 3000000) polnischen Juden, die die Shoa überlebten, im Nachkriegspolen. Diese wurden – den Nazis entgangen – nun Opfer von Pogromen der Polen. Wie zum Beispiel beim Pogrom von Kielce am 4. Juli 1946 bei dem 41 Juden ermordet wurden. Der Auslöser war das Verschwinden eines Jungen, der als er wieder auftauchte erzählt hatte, daß ihn die Juden im Keller des Hauses des jüdischen Komitees gefangen gehalten hatten (dieses Haus hatte ürbigens gar keinen Keller).
Ihm – Gross – bzw seinem Verleger droht nun ein Strafverfahren wegen Beleidigung der polnischen Nation. Mit den Anfeindungen in Polen hat Gross bereits 2001 bekanntschaft gemacht, als er in Neighbours – The Destruction of the Jewish Community in Jedwabne aufdeckte, daß das Pogrom von Jedwabne am 10. Juli 1941 bei dem 1600 Juden ermordet wurden, nicht wie bis in die 90er angenommen durch die Nazis, sondern durch die polnischen Bewohner von Jedwabne verübt worden war.
Bis in die 80er Jahre versuchte man in Polen zu verschleiern, daß die mehr als 3000000 polnischen Juden, die von den Nazis ermordeten worden waren, Juden waren.

Zu dem Vorwurf, Gross reiße die Ereignisse aus dem Zusammenhang, der diesem in Polen entgegengehalten wird, meint Marek Edelman:
“Was ist der Zusammenhang, aus dem Gross die Ereignisse reißt? Ich sehe keinen Kontext für einen Mord. Ein Mörder ist ein Schurke und so ist es.”